Beobachtung und Dokumentation
von Kindern

Dokumentation

Die Bildungsvereinbarung ist im KiBiz (Kin- derbildungsgesetz) verankert. Als Grundlage für eine zielgerichtete Bildungsarbeit fordert die Bildungs- vereinbarung die Beobachtung von Kindern. Durch die Beobachtung einzelner Kinder und deren Dokumentationen werden persönliche Daten über jedes einzelne Kind gesammelt. Diese Doku- mentation setzt voraus, dass uns die Eltern ihr Einverständnis im Aufnahmevertrag schriftlich erteilen. Seitdem unser Team an einer zweijährigen berufsbegleitenden Fortbildung der Bertelsmann- stiftung und vom Deutschen Jugendinstitut teilgenommen hat, schreiben wir Lerngeschichten für Kinder. Wir beobachten und dokumentieren die individuelle Entwicklung des einzelnen Kindes.

Die Kinder werden aufmerksam und bewusst wahrgenommen und die Beobachtungen werden mit den Eltern persönlich ausgetauscht. Die Erzieherinnen halten Interessen, Lernfähigkeiten, Talente sowie die Stärken des Kindes fest und entwickeln danach gemeinsam neue Ideen zum Entdecken und Erforschen von Lernangeboten.

Die individuellen Beobachtungen und Dokumen- tationen in Form von Lerngeschichten werden den Kindern vorgelesen. Im Einzelgespräch erfährt das Kind Anerkennung und Wertschätzung seiner Tätigkeit. Auf der Basis einer guten Beziehung und Atmosphäre kann ein Kind besonders gut lernen. Die Dokumentationen bzw. Briefe gehören den Kindern und Eltern. Sie richten sich in erster Linie an die Kinder. Nachdem sie den Kindern vorgelesen wurden, werden sie in dem eigenen Ordner des Kindes, der sich in der Gruppe befindet, abgeheftet. Das Kind kann dann den Brief am Mittag oder am Nachmittag seinen Eltern zeigen. In wöchentlichen Teamgesprächen tauschen die Erzieherinnen der Gruppe Ergebnisse der Einzelbeobachtung aus und treffen Absprachen über weitere Förderungs- möglichkeiten. Elterngespräche finden regelmäßig, immer nach dem Geburtstag des jeweiligen Kindes statt. Dazu werden Termine mit den Eltern des Kindes vereinbart.

Zusätzlich werden freie Notizen, Bilder und an- dere Werke des Kindes, sowie Gespräche mit dem Kind als auch Gespräche mit den Eltern hinzugezogen, um ein möglichst differenziertes Bild vom Kind zu erhalten. Wir konzentrieren uns bei unseren Beobachtungen vorrangig auf die Stärken und Fähigkeiten eines Kindes.


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